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Haftpflicht Helden – schnell und smart versichert

Von Null auf Haftpflichtversicherung in weniger als drei Minuten – das ist die Ansage der Haftpflicht Helden. Und das mit einem Produkt, das nicht nur über jeden Zweifel erhaben ist, sondern sogar noch Spaß macht. Made in Hamburg hat mal nachgefragt, wie das alles zusammen funktioniert.

Stefan Herbst ist der CXO der Insurance Hero GmbH, die hinter den Haftpflicht Helden steckt. „Das X steht für und Orchestrierung und User-Wahrnehmung“, erklärt er. Allgemein bedeutet es „Experience“ – es geht darum, wie die Komponenten in einem Unternehmen zusammenspielen.  Begonnen hat Stefan seine Startup-Karriere quasi im zarten Alter von 12 Jahren, als er sich das Programmieren mit Assembler auf dem legendären Commodore 64 selbst beigebracht hat, auch wenn damals natürlich noch nicht abzusehen war, wofür das später mal gut sein könnte.

Richtig los ging es dann vor sechs Jahren bei RiskEraser, einem Startup-Labor, das sich auf mobile Lösungen für Versicherungsunternehmen spezialisiert hatte. „schutz2go“ hieß das Produkt, welches das Team mit der HanseMerkur Versicherungsgruppe entwickelt hatte, inspiriert von folgendem Szenario: Ein Tourist steht in der Schlange bei der Einreise nach Kuba. Ihm fällt ein, dass er noch keine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen hat. Also schnell die App von schutz2go runtergeladen, ein paar Eingaben gemacht, und der Versicherungsvertrag steht, bevor der Pass und die Police dem freundlichen kubanischen Beamten gezeigt werden.

Das Helden-Team hat seine Büroräume bei der auf Finanzthemen spezialisierten Unternehmensberatung zeb.

Das Helden-Team hat seine Büroräume bei der auf Finanzthemen spezialisierten Unternehmensberatung zeb.

schutz2go war wirtschaftlich zwar noch kein durchschlagender Erfolg, aber sicher eine Pionierleistung für den Markt. „Wir waren der Zeit einfach weit voraus“, konstatiert Stefan. Die Erfahrungen aus diesem Projekt und ein 2014 mit dem Karlsruher Institut für Technologie erstelltes Konzepte zum digitalen Versicherungsmarkt der Zukunft waren aber wichtige Meilensteine auf dem Weg zu den Haftpflicht Helden. Den musste Stefan ab Februar 2015 nicht mehr allein gehen.

Viel Erfahrung im Team der Haftpflicht Helden

Ein Gründungspartner wurde Florian Knörrich, der viele Jahre Erfahrung im Finanzsektor und als Managementberater von Banken und Versicherungen aufweisen kann. Er kümmert sich um das Backend, Userprozesse, Finanzen und überhaupt darum, dass es optimal läuft – wie alle anderen im Team, wo sich keiner auf nur eine Aufgabe beschränkt.

Auch nicht Jan Louis Schmidt, Wirtschaftsinformatiker und leidenschaftlicher Softwareentwickler, der auch schon ein eigenes Unternehmen gegründet hatte, bevor er zu den Helden stieß. Überzeugt hat ihn folgender Dialog, der so ähnlich tatsächlich stattgefunden hat. Jan: Was machen, wir, wenn wir nicht das bestmögliche Produkt hinbekommen? Stefan: „Ganz einfach – dann machen wir es nicht.

Die App der Haftpflich Helden

Die App der Haftpflicht Helden

Natürlich machten sie es dann und setzten sich daran, die ideale Haftpflichtversicherung für das mobile Zeitalter zu schaffen. Aber warum ausgerechnet Haftpflicht? Weil das die Versicherung ist, deren Nutzen niemand in Frage stellt, eine unverzichtbare, leicht verständliche Sache. Sollte sie zumindest sein, doch die Realität sieht meist anders aus. Deshalb dampften die Helden normalerweise über 30 die vom Kunden abgefragten Daten auf 6 ein und formulierten die Geschäftsbedingungen in monatelanger Kleinarbeit um, bis jeder Satz eine nachvollziehbare und sinnvolle Aussage enthielt.

Parallel gingen sie auf die Suche nach einem erfahrenen Partner, denn so ein Produkt erfordert eine staatlich regulierte Versicherungslizenz. Das bedeutet, die Haftpflicht Helden können die gesamte Geschäftsorganisation und Kundenbetreuung durchführen, nicht aber die Schadensregulierung und die Risikodeckung. Dafür braucht es eine erfahrene Versicherung. Über neun Monate haben sich die Helden Zeit genommen und sich schließlich für die NV-Versicherungen entschieden. Die haben fast 200 Jahre Erfahrung, sind kundenorientiert und weniger auf Rendite fixiert, da keine AG, und außerdem technisch ziemlich auf dem neuesten Stand.

Hamburg: Fintech-Potenzial ist groß, aber…

Zudem macht sie ihr Standort Ostfriesland für Hamburger noch sympathischer. Und dann noch die Art, wie die Zusammenarbeit besiegelt wurde – per Handschlag, auf die ehrliche, norddeutsche Art. Für die können sich auch Florian, ursprünglich aus München, und Jan aus Darmstadt begeistern. Stefan sowieso, der hat schon als kleiner Junge in HSV-Bettwäsche geschlafen und hält Hamburg für den Fintech-Standort schlechthin.

Hamburg sei anglophil, nicht so oberflächlich, habe eine große kaufmännische Tradition und stehe für Glaubwürdigkeit, alles Attribute, die hervorragend zum Finanzsektor passen würden, meint Stefan. An Geld mangele es ebenfalls nicht, das Potenzial sei also groß, nur die Performance sei mangelhaft. In der Außendarstellung falle Hamburg regelmäßig hinter Frankfurt und Berlin zurück, hier müssen Politik und Wirtschaft noch deutlich mehr tun.

Jolan Möbus vor der Wand, an der sein Designwerk zu sehen ist.

Jolan Möbus vor der Wand, an der sein Designwerk zu sehen ist.

Eine Menge getan haben auf jeden Fall schon die Haftpflicht Helden, von denen wir jetzt noch einen weiteren vorstellen möchten: Jolan Möbus, der aus der Werbeindustrie kommt. Er hat für die App das Design entwickelt, das die Anmeldung und Nutzung zum Vergnügen macht. Wie viele Seiten er dafür gestalten musste, macht eine neun Meter lange Wand im Helden-Büro deutlich, wo jede einzelne wie ein kleines Kunstwerk ausgestellt ist.

Mit Empfehlungen den Beitrag senken

Natürlich kann das Produkt der Haftpflicht Helden noch mehr, als nur cool aussehen. Bei einem Eigenanteil von 150 Euro sind Schäden in Höhe bis zu 50 Millionen Euro abgesichert. Die Schadensmeldung läuft über die App, jeglicher Papierkram entfällt. Und eine Kündigung ist jederzeit möglich. Die Helden gehen allerdings nicht davon aus, dass davon viel Gebrauch gemacht wird, im Gegenteil. Selbstdynamische Verbreitung heißt das Marketingkonzept, das  Florian eingebracht hat. Heißt konkret: Wenn ich die Helden-Versicherung jemanden weiterempfehle und diese Person schließt ab, verringert sich der Jahresgrundbetrag von 72 auf 66 Euro – für beide.

Theoretisch kann sich so jeder seinen Beitrag auf 0 Euro herunterempfehlen – und auch praktisch: Der erste Kunde hatte das bereits am 12. Juli geschafft. Keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, dass die App erst seit dem 26. Mai erhältlich ist. Es läuft also gut an, doch die Pausentaste drücken die Helden deshalb nicht. Sie entwickeln das Produkt stetig weiter. Neues Produkte jenseits der Haftpflicht ist für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen. Wichtig ist, dass die Qualität stimmt und dass alles einen Sinn über das pure Geld verdienen hinaus ergibt. Schließlich wollen echte Helden morgens immer gern in den Spiegel schauen.

Bild ganz oben: die Gründer von Haftpflicht Helden, Stefan Herbst,  Jan Louis Schmidt und Florian Knörrich