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ayeQ-benu macht Marketing mobil

ayeQ-benu – allein der Name der Agentur für Mobile Marketing ist schon eine kleine Geschichte wert. Und es gibt noch einiges mehr zu erzählen über ein Unternehmen, das zwar nicht ganz Made in Hamburg, aber definitiv hier angekommen ist.

Hamburg in der Nussschale – von Blankenese bis zur Großen Freiheit sind es nur wenige Meter, und dass Herbertstraße und Davidwache gleich nebenan sind, wundert dann auch nicht mehr. Nein, wir befinden uns nicht im Miniatur Wunderland, sondern auf dem Flur der Agentur ayeQ-benu, der übrigens Lange Reihe heißt. Dort hat jedes Büro den Namen einer Hamburger Straße oder Sehenswürdigkeit. Mehr Lokalkolorit geht kaum, dabei stammt das Unternehmen ursprünglich gar nicht aus der Hansestadt.

Hans-Albers-Klause heißt der Küchen- und Freizeitraum mit startupmäßigem Kicker.

Hans-Albers-Klause heißt der Küchen- und Freizeitraum mit startupmäßigem Kicker.

Die Wurzeln liegen nämlich in Walsrode bei der auf Pharmakunden spezialisierten Marketingagentur Juwi MacMillan. Als die Medizinerin Cornelia Englert 2008 dort anfing, hatte sich die Firma längst einen guten Ruf in der Branche erarbeitet. Kurzfristig noch steiler bergauf ging es, nachdem die Agentur als erste in Deutschland eine Softwarelösung für iPads entwickelt hatte, die speziell im Pharmavertrieb eingesetzt werden konnte.

Als Ende 2013 dann allerdings aus verschiedenen Gründen die Insolvenz drohte, entschloss sich die damals als Marketingleiterin und Medical Director tätige Cornelia kurzfristig, das Agenturgeschäft mit 30 Mitarbeitern weiterzuführen. ayeQ-benu wurde geboren.

ayeQ-benu hat vor allem Angebote für mobile Endgeräte parat.

ayeQ-benu hat vor allem Angebote für mobile Endgeräte parat.

ayeQ-benu – der Name verbindet Schottland mit Altägypten

Nun wird es aber Zeit, den Firmennamen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. aye spricht sich „Ei“, und ergibt in Kombination mit dem Q eine neue Schreibweise für den Intelligenzquotienten (IQ). Außerdem vermeidet das „aye“, die Verwendung des Buchstabens „i“, auf die ein nicht ganz unbekannter amerikanischer Computerhersteller eine Art Vorrecht genießt. Und schließlich ist „aye“ auch ein schottischer Schlachtruf, den viele wahrscheinlich aus dem Kinofilm „Braveheart“ kennen.

Fehlt noch die Erklärung für benu: So heißt ein altägyptischer Totengott in Gestalt eines Reihers. Die Griechen machten daraus den Phönix, der bekanntlich aus der Asche stieg, so wie die neu geschaffene Agentur auch. Da lief es zu Beginn noch etwas rumpelig, kein Wunder, mussten doch Strukturen erst geschaffen und Kunden überzeugt werden, dass es mindestens ebenso kompetent weiterginge wie bisher. Bald aber war man in der Spur mit einem Marketingangebot für die Pharmaindustrie, das so ziemlich alle Sparten umfasst, also auch Printwerbung oder Verpackungsdesign, aber vor allem nach wie vor alles, was mit IT zu tun hat.

Keine ordentliche Agentur ohne Hunde: Ella und Wallace (genannt "Wally") passen auf.

Keine ordentliche Agentur ohne Hunde: Ella und Wallace (genannt „Wally“) passen auf.

Ein Beispiel: Für eine Konferenz zum Thema Intensivmedizin hat ayeQ-benu eine Abstimmungs-App entwickelt, die die Teilnehmer direkt auf das Geschehen reagieren lässt und die Ergebnisse auch gleich in die Präsentation einbaut. Komplexe Lösungen liegen dem Team, und zwar fokussiert auf den B2B-Bereich.

Dabei will sich ayeQ-benu nicht auf den Pharmabereich beschränken, drei ihrer Produkte lassen sich auch in anderen Branchen einsetzen, überwiegend im Vertriebsaußendienst. ayeDetail ist eine App, mit der Vertriebler ihren Kunden bestimmte Produkte ganz genau präsentieren können. ayeFind stellt gleich das gesamte Sortiment vor und funktioniert mit Datenbankanbindung. ayeLearn schließlich hilft mit spielerischen Elementen bei der Mitarbeiterschulung. Alle drei Produkte laufen übrigens auch offline.

Cornelia Englert hat den Überblick

Cornelia Englert hat den Überblick

Aufmerksame Leser werden vielleicht bemerkt haben, dass wir uns zumindest erzähltechnisch immer noch in Walsrode befinden. Für Cornelia stand allerdings irgendwann fest: ayeQ-benu soll nach Hamburg! Zuerst musste allerdings die Agentur auf feste Beine gestellt werden, um sie dann umsiedeln zu können. Und, nicht ganz unwichtig: Sie musste die Belegschaft von dem Schritt überzeugen.

Hamburg verwandelt Bedenken in Begeisterung

Dafür hatte sich Cornelia einige Zeit genommen; angekündigt hatte sie den Umzug bereits im Mai 2015, endgültig vollzogen wurde er dann im Januar 2016. Inzwischen haben die Mitarbeiter offensichtlich Gefallen an Hamburg gefunden, wie auch die Straßenschilder an den Türen beweisen. Die haben übrigens immer eine doppelte Bedeutung: So ist das Dollhouse die Damentoilette und der Heidi-Kabel-Platz der Serverraum mit ganz vielen Kabeln. Apropos Server: die stehen alle in Deutschland (es gab und gibt noch eine IT-Dependance von ayeQ-benu in Hannover), und Datensicherheit wird sowieso ganz großgeschrieben. Selbstverständlich bei einem so sensiblen Bereich wie dem medizinischen.

Was steht an in nächster Zeit? Um den Vertrieb gerade der neueren Produkte noch stärker voranzutreiben, ist seit Anfang 2016 Karsten Looft mit an Bord, der sich auch um Pressearbeit und Social Media kümmert. Und ganz aktuell werden die verschiedenen Business Apps, deren Software zwischenzeitlich einem Quilt, einer Patchworkdecke, ähnelte, auf den neuesten Stand gebracht. „The Next Generation“ heißt das Projekt intern, doch es wird noch ein Name gesucht. Wer eine Idee hat, kann diese an name@ayeq-benu.com schicken. Gewinner werden auf jeden Fall schwerstbehinderte Kinder sein, denn für jeden guten Vorschlag geht eine Spende von 10 Euro an Hände für Kinder e.V.

Bild ganz oben: Karsten Looft und Cornelia Englert vor einem in Arbeit befindlichem Hamburg-Wandgemälde im Konferenzraum